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Betriebsgebäudeversicherung

Als Versicherungsmakler aus Frankfurt am Main betreuen wir deutschlandweit über 600 Gewerbe- und Wohnimmobilien - von Lager- und Produktionshallen, bis zum Reihenmittelhaus. Ein wesentlicher Bestandteil unserer täglichen Arbeit ist die Beratung rund um die Absicherung von Betriebs- und Gewerbegebäuden.

Ein Schaden am Betriebsgebäude kann schnell hohe Kosten verursachen. Ereignisse wie Feuer, Leitungswasserschäden, Sturm oder andere unvorhersehbare Schäden betreffen nicht nur das Gebäude selbst, sondern können auch den Geschäftsbetrieb erheblich beeinträchtigen. Eine passende Betriebsgebäudeversicherung schützt Ihr Unternehmen vor finanziellen Folgen und trägt zum langfristigen Werterhalt Ihrer Immobilie bei.

Für wen ist die Betriebsgebäudeversicherung sinnvoll?

Die Betriebsgebäudeversicherung richtet sich vor allem an Unternehmen, die Eigentümer Ihres Betriebsgebäudes sind sowie an Eigentümer vermieteter Gewerbeimmobilien. Betriebsgebäude sind täglich unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Schon ein einzelnes Schadensereignis, etwa ein Brand, ein Rohrbruch oder ein Unwetter, kann hohe Reparatur- oder Wiederaufbaukosten nach sich ziehen. Solche Kosten lassen sich in der Regel nicht aus den laufenden Einnahmen decken.

Was ist versichert?

Die klassische Betriebsgebäudeversicherung deckt in der Regel folgende Gefahren ab:

  • Feuer
  • Leitungswasser
  • Sturm und Hagel
  • Elementarschäden (z.B. Überschwemmung, Rückstau...)

Wichtige Unterscheidung: 

  • Sturm und Hagel -> Dach wird durch Sturm beschädigt -> Sturmschaden (versichert) - Gehört zur klassischen Betriebsgebäudeversicherung
  • Überschwemmung durch Starkregen oder Hochwasser -> Wasser dringt nach Starkregen in das Gebäude ein -> gilt als Elementarschaden

Nicht alle Gefahren sind automatisch mitversichert und nicht alle Versicherungsbestandteile sind für alle Betriebe gleichermaßen sinnvoll. 

Elementarschadenversicherung

Über den Einschluss der Elementarversicherung sind Schäden durch Überschwemmung (z.B. durch Starkregen, Hochwasser oder Rückstau aus der Kanalisation), Schneelast und Lawinen, Erdrutsch und Erdfall, Erdbeben sowie Vulkanausbruch versichert.

Extended-Coverage Deckungen

Extended-Coverage Deckungen (EC) sind erweiterte Gefahrenbausteine in der Gebäudeversicherung. Sie schließen zusätzliche Schadenursachen ein, die über klassische Gefahren wie Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel hinausgehen.

Je nach Versicherer können u. a. folgende Gefahren mitversichert sein:

  • Böswillige Beschädigungen (Vandalismus)
  • Fahrzeuganprall (z. B. LKW fährt in die Fassade)
  • Unruhen (z.B. gewalttätige Ausschreitungen Dritter bei Demonstrationen oder Menschenansammlungen)
  • Streik und Aussperrung
  • Anprall oder Absturz von Flugkörpern
  • Explosion / Implosion
  • Schäden durch Überschalldruckwellen
  • Rauch- und Rußschäden, sofern diese nicht unter Feuerschäden fallen

Unbenannte Gefahren im Rahmen moderner Versicherungskonzepte

Unter "Unbenannte Gefahren" versteht man Schadenursachen, die nicht in den Bereich der üblicherweise versicherten Risiken fallen oder über deren Versicherungsumfang hinausgehen.

Diese "Allgefahrenabdeckung" bietet den höchstmöglichen Versicherungsschutz für Ihr Betriebsgebäude.

Versichert ist das im Vertrag bezeichnete Betriebsgebäude, einschließlich aller fest mit dem Gebäude verbundenen Bestandteile, sofern diese in der Versicherungssumme berücksichtigt wurden. Dazu gehören unter anderem:

  • Reparatur beschädigter Gebäudeteile
  • Wiederaufbau nach einem Totalschaden
  • Auträum-, Abbruch- und Entsorgungskosten
  • Mietausfall nach einem versicherten Schaden (sofern vereinbart)
  • Einbauten und fest verlegte Fußbodenbeläge
  • Sanitär-, Klima- und Heizungsanlagen
  • elektrische Anlagen
  • Aufzüge
  • stationäre Maschinen mit Gebäudeeigenschaft

Nicht versichert sind unter anderem vorsätzlich herbeigeführte Schäden sowie Schäden im Zusammenhang mit Krieg, inneren Unruhen oder Kernenergie.

Die richtige Versicherungssumme

Um eine Unterversicherung zu vermeiden, sollte die Versicherungssumme dem Neuwert des Gebäudes entsprechen. Die Wertermittlung erfolgt in der Regel auf Basis des Verfahrens "Wert 1914", durch ein Gutachten oder anhand anerkannter Wertermittlungsmodelle.

Während der Vertragslaufzeit empfehlen wir eine vertraglich vereinbarte Anpassung der Versicherungssumme mittels Baupreisindex.

 

Was ist der Wert 1914?

Die Versicherungssumme wird auf den fiktiven Wert von 1914 umgerechnet. Dies war das letzte Vorkriegsjahr mit stabilem Preisniveau. Um den richtigen Wert 1914 zu ermitteln, gibt es den Wertermittlungsbogen, worin Merkmale wie Gebäudeart, Bauausführung und Ausstattung, Wohnfläche sowie Anzahl von Garagen angegeben werden.

Bei Betriebsgebäuden ist die Wertermittlung selbstverständlich etwas angepasst und erfolgt über spezielle Wertermittlungsbogen für Gewerbe, da zusätzliche Faktoren berücksichtigt werden müssen. Zu diesen zählen u. a.:

  • Gebäudeart (Halle, reine Bürogebäude, Werkstatt, Mischobjekt)
  • Bauweise und technische Ausstattung
  • Besondere Ein- und Ausbauten (Maschinenfundamente, Kühlanlagen, spezielle Elektrik)
  • Größe, Anzahl der Stockwerke, Hallenhöhen
  • Garagen, Nebengebäude, Außenanlagen (je nach Vertrag)

Warum die richtige Beratung wichtig ist

Jedes Betriebsgebäude weist individuelle bauliche, technische und nutzungsbedingte Besonderheiten auf. Zudem unterscheiden sich die Risiken je nach Betriebsart erheblich - Ob Büroflächen, Handwerksbetriebe, Produktionshallen, Lager oder gemischt genutzte Immobilien. Ebenso entscheidend ist die Lage des Gebäudes, da standortbezogene Faktoren wie Hochwasser- oder Starkregengefährdung, regionale Schadenhäufigkeiten, Einbruchsrisiken sowie die umliegenden Bebauungen den tatsächlichen Versicherungsbedarf maßgeblich beeinflussen. 

Wir analysieren Ihre konkrete Situation ganzheitlich, berücksichtigen die spezifischen Gefahren, vergleichen geeignete Versicherungslösungen und stellen sicher, dass Ihr Gebäude angemessen, bedarfsgerecht und betriebsgerecht abgesichert ist.